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Ein letztes Mal rocken!

 

Lauf

Sie ist kalt, deine Not, diese Panik und sie droht,
und du weißt sie hat Recht, jeder Hauch ein Verbot.
In dem Raum ist kein Licht, keine Stimme, die da spricht,
die dir sagt, was du fühlst, was du denkst, da ist nichts.
Dein Sein ist am Ende, was du tust wird Legende,
und dein Herz wird zerdrückt durch die Enge dieser Wände.
Alles dreht sich um dich, und du drehst dich um nichts,
langsam stirbt der Moment und er lenkt deine Sicht
auf den Stahl um dich her, und dein Atem wird schwer,
auf das Schloss an der Tür und die Seele im Meer,
und du denkst, du bist tot, und kein Fenster zum Hof,
dein Käfig ist kein Sarg, du weißt doch, dass er log.

Lauf, lauf, bitte, bitte, raus, raus, bitte flieh,
bitte komm zurück, du wirst sehn, da ist Freiheit.
Auf, auf, bitte komm nach Haus, bitte lauf, es ist Zeit.

Dein Herz, es steht still, es sollte schlagen, doch es will
nur zurück zu der Zeit und so stirbt dein Gefühl,
stirbt dein Drang, frei zu sein, du willst mehr, doch allein,
du willst mehr als den Zwang deines Käfigs, aber nein,
es ist aus, du bist raus, machst die Ketten zum zu Haus,
machst die Lüge zum Sarg, spendest dir selbst Applaus.
Du drehst durch, es wird stärker, das Gefühl, es wird ärger,
du drehst durch in der Dunkelheit, allein in deinem Kerker.

Du drehst durch,
du drehst durch,
du drehst durch,
du drehst durch.
Ohne Hoffnung auf ein Ziel, ganz allein, es wird zuviel,
du hast alles gesetzt und verloren in deinem Spiel.
Selbst deine Lüge ist tot, du bist nackt, und es ist so
Du musst los, du musst raus, durch das Fenster zum Hof.

Text: Christoph Uschner

Musik: Christoph Uschner & Nathanael Wendt